Rostocker Triathlon

Der 32. Rostocker Triathlon im Herzen von Warnemünde, zwischen Teepott und Leuchtturm, ist wieder einmal Geschichte. Knapp 233 Athleten tummelten sich am Samstagnachmittag über die drei Disziplinen der Sprint- und Olympischen Distanz. Zur Startdisziplin wurde im alten Strom geschwommen. Ob Kraulen, Rücken oder Brustschwimmen, geschwommen wurde zwischen 1100 Meter (Olympisch) und 500 Meter (Sprint) bis zur Bahnhofsbrücke und wieder zurück. Eine Schrecksekunde gab es für das Organisationsteam um Katrin Steinhagen, als die Unterstützer auf dem Wasser der DLRG mit technischen Problemen an ihrem Begleitboot zu kämpfen hatten. Kurzerhand wurden die Rettungsschwimmer vom Turm drei der Wasserwacht um Hilfe gebeten. Mit einer prompten Zusage standen dann pünktlich zum Start beide Boote der Wasserretter zur Begleitung der Schwimmer im alten Strom bereit. „Vor technischen Problemen ist keiner gefeit, aber die schnelle Zusage der Wassserwacht zeigt, dass Unterstützung von kurzer Hand klappt“, so Steinhagen.

Das „Sorgenkind“ des Rostocker Triathlons, die seit Jahren von Sportlern und Organisatoren geforderte, gesperrte Radstrecke ist in diesem Jahr teils wahr geworden. Eine Genehmigung zur Teilsperrung zwischen Warnemünde Wetterstation und Elmenhorst Nordstrasse, erfolgte von den Behörden knapp eine Woche vor Durchführung des Events. Was wiederum die Sportler teils positiv, teils als zu kurzfristige Änderung aufgenommen haben. Letzten Endes stand die Sicherheit der Sportler gegenüber der im fließenden Straßenverkehr befindlichen Radstrecke der letzten Jahre im Vordergrund. Eine lange vorab beantragte Vollsperrung der gesamten Radstrecke, sowie eine einseitig gesperrte Fahrspur auf der Stadtautobahn wurden für den Zeitraum von knapp zwei Stunden von den zuständigen Behörden leider nicht genehmigt. Der neue Rundkurs hatte zur Folge, dass auf der Olympischen Strecke sieben Runden á 5600 Meter und auf der Sprintdistanz drei Runden gefahren werden mussten. „Die Radstrecke ist ein großes Stück sicherer geworden, auch wenn es an der einen und anderen Stelle noch Schwachstellen gibt, gilt es diese bei der Durchführung des 33. Rostocker Triathlons zu verbessern“, so die Hauptorganisatorin Steinhagen. Aus Sicht der Organisatoren galt die Zusammenführung der Olympischen und der Sprintdistanzteilnehmer auf der Radstrecke als neuralgischer Punkt, ebenso der Anwohner-Verkehr in Warnemünde. Zuvor durch Handzettel an alle betroffenen Haushalte verteilte Mitteilungen brachten einen akzeptablen Erfolg. Während des Rennens waren sichtlich weniger Autos auf der Strecke. Wenn es überhaupt ein Warnemünder Schiet-Wetter gibt, dann gehörte wohl dieser Samstag dazu. Das ungemütliche Wetter mit starkem Wind und leichtem Nieselregen erschwerte zusätzlich das Radfahren.

Zu guter Letzt stand das Laufen als dritte und letzte Disziplin auf dem Programm. Auch hier gab es in diesem Jahr eine kleine Veränderung. Durch Baumaßnahmen auf der Bahnhofsbrücke konnte diese nicht für die fünf Kilometer Laufrunde überquert werden. Ein Wendepunkt am alten Fischereihafen ließ die Sportler auf derselben Strecke wieder zurück laufen. Selten sind Sportler, Besucher und Beifall klatschende Sportbegeisterte so nah beieinander, sodass auch hier die Sportler einen kleinen Zick-Zack-Kurs bereitwillig in Kauf nahmen. Im Ziel angekommen, stand den Sportlern ein reichhaltiges Angebot an Obst von der „Portola GmbH“ und frisch von den Vereinsmitgliedern des TC FIKO Rostock gebackenen Kuchen zur Auswahl. Getränke, von Wasser bis zum Saft und dem beliebten isotonischen Erdinger Alkoholfreien Bier, standen in ausreichender Menge zu Verfügung. Bei der anschließenden Siegerehrung wurden nicht nur die Gesamtsieger und Altersklassensieger geehrt, auch die Landesmeister fanden ihre Anerkennung.

Mein fünfter Triathlon überhaupt und erster in Rostock. Laufen am Strom hat was, ich kenne es nur vom Spazieren gehen. Es ist was ganz anderes als an der Alster. Laufen auf dem Kopfsteinpflaster ist unangenehm, aber ich komme gern wieder. (Marius Zekri, Hamburg (N-Joy Radio), Sprint)

Triathlon ist mein Hobby. Es ist nicht mein Wetter. Das Schwimmen im Strom ist ein Highlight. Das Radfahren hat nicht ganz so Spaß gemacht, da die Strecke nicht komplett gesperrt war. Laufen wiederum am Strom war super. Ich bin auf jeden Fall wieder dabei. (Dr. Jens Schmidt, Berlin, Sprint)

Hier findet Ihr Bilder zur Veranstaltung fotografiert von Maik Steinhagen

M. S.

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